HERBST : ... nur nicht nachlassen !! ...

Nach wie vor stehen (bis in den Herbst hinein) Eimer und Rosenschere griffbereit, weil ich meine Rosen besonders bei nassem, wechselhaftem Wetter häufiger schneide und ausputze.
Insbesonder achte ich auf halboffene Knospen, die sich bei Nässe und kühlem Wetter oft gar nicht mehr öffnen, weil die äußeren Petalen faulig werden
Diese sollten entfernt werden, bevor sich die darauf entwickelten Pilzsporen der
Botrytis cinerea zu sehr als Blattfäule, Knospen- und Knospenstielfäule und (im Frühjahr)
als braune-rotfleckige Sprenkelung auf den jungen Zweigen ausbreiten können.
Diese gesprenkelten Zweige müssen NICHT abgeschnitten und vernichtet werden, weil es BOTRYTIS ist und NICHT die RINDENFLECKENKRANKHEIT !!
Eine Folge von Spätdüngung (Näheres siehe Seite ‘ROSEN-DÜNGUNG’),
die mastige (weiche) Zweige zur Folge hat und deren Rinde durch Frost feine Risse bekommt, ist die
Rindenflecken-Krankheit (Coniothyrium wernsdorffiae),
die nichts mit o.a. Botrytis zu tun hat.
DIESE fleckweise befallenen Zweige müssen abgeschnitten werden !!
Vergleichs-FOTOS
zu diesen beiden Pilzkrankheiten siehe ROSEN-SCHUTZ .

Erdoberfläche sauberhalten und auflockern.

Auch die Ausbreitung der anderen Gemeinheiten wie Mehltau und Sternrußtau werden ganz besonders durch das penible Sauberhalten der Erdoberfläche unter den Rosensträuchern verhindert.
Deshalb fege ich nach ende einer Regenperiode mit dem kleinen ‘Laubkratzer’ alles, was heruntergefallen ist, sauber zusammen und entsorge es in der öffentl. Müllverbrennung.
Erst danach wird die Erde ganz leicht und oberflächlich mit der kleinen Kralle aufgelockert.
Dadurch gelangt Sauerstoff in den Boden, ohne den es kein gesundes Bodenleben gäbe.
Außerdem wird die durch Regeneinspülung entstandene Kapillarität unterbrochen, damit die Feuchtigkeit im Boden bleibt und nicht wieder verdunstet. Diese Verdunstungsfeuchte wäre dann für die Neuentwicklung von Sternrußtau mitverantwortlich.
Sie sehen - so hängt das Eine mit dem Anderen zusammen.

Die Rosen-’Befreiung’.

Sie geht ‘schleichend’ vor sich, diese langsame Verdrängung der ‘Königin’ durch ihren ‘Hofstaat’ !
Die Begleitstauden breiten sich schneller aus als der Rosenstrauch
und nehmen ihm Luft (Wind) und Sonne (Licht).
Wenn Sie auf Dauer (viele Jahre) Freude an den Rosen haben wollen, sollten Sie die Rose regelmäßig aus dieser Bedrängnis befreien - indem Sie die Stauden rigoros beschneiden oder das Eine oder Andere auch umpflanzen - entweder die Staude oder den Rosenstrauch. Das Umpflanzen klappt mit beiden, wenn Sie vorher ganz tief herunterschneiden ( Entlastungsschnitt ROSEN-SCHNITT).

Der Sommerschnitt - auch im Herbst.

Einige Zeit lang wird Abgeblühtes an der ‘Sollbruch-Stelle’ unterhalb der Einzelblüte nur abgebrochen. Gesunde Blüten oder Knospen in einer Dolde blieben noch stehen. Wird die letzte Blüte nun unansehnlich, so wird die Dolde über dem zweiten Blatt unter der letzten Verzweigung abgeschnitten.
Sinngemäß gilt das auch für Einzelblüten. In der Blattachsel unter der Schnittstelle sollte sich dann
die Knospe (das Auge) für den Austrieb eines neuen Blütenflors befinden.
Das geht so lange, bis die letzte Blüte Rauhreif trägt, und auch dann noch
werden die sog. Mumien auf o.g. Weise entfernt.
Muß im Winter Schneebruch befürchtet werden, kann auch tiefer heruntergeschnitten werden.
Ich erinnere hier auch noch einmal an den Schnitt derjenigen Rosen, die nur einmal im Jahr blühen.
Diese Einmal-Blüher erhalten jetzt nach dem Abblühen ihren Pflege- und Sanierungsschnitt,
soweit er erforderlich ist.
Alle anderen Rosen bekommen denPflege- und Sanierungsschnitt im Frühjahr.
Näheres bitte ich der Seite Rosenschnitt zu entnehmen.

Letzte Düngung und durchdringendes Wässern. Langtriebe fixieren.

Ab mitte August bereite ich meine Rosen auf den Winter vor.
Mäuse und Hamster fressen sich Winterspeck an, um sich vor der Kälte zuschützen - den Rosen gebe ich
Kalimagnesia (Patentkali), mit dessen Hilfe das Holz der spätsommerlichen Rosen-Triebe besser ausreifen soll, die ja die Winterkälte überstehen müssen. Dazu gehören auch die empfindlichen Langtriebe von Kletterrosen oder hohen Strauchrosen. Diese müssen außerdem behutsam fixiert werden, denn sie brechen wie Glas, weil sie vielleicht noch nicht ausreichend verholzt sind.
Meine Rosen bekommen zwar alle 4 Jahre auch ‘Excello Basis’, mit dessen Kupfer (keine Kupfersalze!) die gesamte Pflanze (nicht nur das Holz) festere Zellwände bekommt (siehe ‘Rosen-Düngung’); aber, um durch evtl. Reststickstoff keine mastigen Zweige zu überwintern, gebe ich auch noch Patentkali dazu - zur Holzentwässerung, um den Zellen-Innendruck zu verringern.
Diese feinen Sachen müssen natürlich schleunigst an die Saugwurzeln tief unten in der Erde gelangen
Dazu müssen sie mit viel Wasser (häufiger Regen oder durchdringendes Wässern) aufgelöst werden
und tief genug versickern.
Wenn die neuen Triebe nach dem Sommerschnitt aus den Blattachseln aufwachsen, sollte das Patentkali bereits an den Saugwurzeln sein, damit es zur Holzfestigung in diesen Trieben beitragen kann.
Deshalb streue ich Patentkali schon mitte August. Ich empfehle aber, vorher per Bodenprobe auch mal feststellen zu lassen, ob nicht noch genug Kali und Phosphate drin sind ! Siehe ROSEN-DÜNGUNG.

Neupflanzung und Neuanlage.

Nachdem Sie ROSENPLANUNG und die Unter-Seiten gelesen hatten, wurden diverse Rosengärten und Parks besucht. Dort haben Sie die Rose Ihrer Träume gefunden.
Sie sollte nun schleunigst bestellt werden. Das können Sie beim Gartenbaubetrieb in Ihrer Nähe tun - oder Sie schauen doch noch mal auf meine Seite Bezugsquellen’. Vielleicht haben Sie ja auch schon die dort vorgeschlagenen Kataloge bestellt und bekommen - der Rest ist ganz leicht.
Für eine Neuanlage sollten Sie Beete oder Pflanzflächen schon sehr früh - lange bevor Sie bestellen - vorbereitet haben, weil Sie erst dabei gut erkennen, wieviel Pflanzen Sie brauchen.
Aber auch für Einzelpflanzungen muß der Platz fest eingeplant sein - das Pflanzloch können Sie vorbereiten, wenn die Rosenpflanzen eingetroffen sind. Ob diese dann in Wasser getaucht aufs Einpflanzen warten oder aus der Verpackung gleich ins Pflanzloch kommen, entscheiden Sie je nach Zustand der Pflanzen .
Bitte lesen Sie vor dem Eintreffen der Rosen noch einmal meine Seite Rosenpflanzung.
Bei der Pflanzung im Herbst (ab 15. Oktober) wird es sich in der Regel um
ausgereifte sog. wurzelnackte Rosen handeln.
Diese sind - auch bei hoher Qualität - entschieden billiger und besser,
als mit Aufmachung Verpackte oder gar Containerrosen.
Ich meine damit immer Qualitätsware aus anerkannten Zucht- und Vermehrungsbetrieben,
die für ihre Qualität garantieren. SIEHE: BEZUGSQUELLEN !
Diese im Herbst gepflanzten Rosen werden noch vor Winterbeginn in der neuen Erde neue Wurzeln bilden, die schon bei den ersten warmen Frühlingstagen ihre Rosenpflanze versorgen können.
Außerdem blühen sie gleich im ersten Jahr in voller Pracht

Ich wünsche Ihnen viel Freude bei der Arbeit und Erfolg mit Ihren Rosen.